Spielbericht der 1. Männermannschaft

Reichenbacher FC - VfB Empor Glauchau 0:0

In einer kampfstarken Partie, auf sehr tiefen Geläuf, holte Glauchau am Ende verdient einen Punkt. Mit etwas mehr Glück wären es auch 3 geworden.

Zu Beginn an hatte keine Mannschaft Vorteile, beide brauchten etwas Zeit und viele Bälle wurden planlos nach vorn geschlagen. Die erste Chance im Spiel, wo ein Torwart eingreifen musste, hatte Reichenbach. Nach einer geklärten Ecke kam der Nachschuss aus 18 Metern wieder auf´s Tor, Stefan Schmidt klärte wiederum zur Ecke (18.). Von Glauchau sah man wenig, aber die Abwehr stand ganz gut. Nach 33 gespielten Minuten hatte der Reichenbacher Kapitän eine gute Möglichkeit, aber sein Kopfball ging über das Tor. Die erste Möglichkeit für Glauchau sahen die 180 Zuschauer in der 40.Minute. Kenny Kuglan trat einen direkten Freistoß und Torhüter Seyfarth lenkte das Spielobjekt an die Querlatte. Kurz vor der Pause hatte die Gastgeber aber noch die Chance zur Führung, Schmidt parierte zwei mal großartig ehe der RFC-Stürmer den Ball im dritten Versuch über das Tor jagte.

Nach dem Wechsel wurde die Partie nicht besser, wenige Torraumszenen waren zu vermerken. Auf Glauchauer Seite ergab sich nach einen Abwehrfehler der Reichenbacher plötzlich eine Überzahlsituation, welche Kenny Kuglan abschloss. Der Torwart klärte mit Glück und Pfosten den Ball zur Ecke (60.). Die Gastgeber hatten noch einen schönen Schuss zu verzeichnen, welcher aus 25 Metern knapp vorbei ging. In der Schlussviertelstunde merkte man den Spielern das tiefe Geläuf an und es ging teilweise nur noch über Kampf. Glauchau nahm am Ende den einen Punkt, gegen einen direkten Konkurrenten , mit hat nächste Woche mit Heidenau wieder ein 3-Punkte-Spiel.

Schiedsrichter: Bringmann (Bad Lausick)

Zuschauer: 180

VfB Empor Glauchau : Schmidt - Wagner(V), Tiepelt, Fischer, Thiam - Groß (67.Rothe), Jordan, Weise (V / 86.Vogel), Sprunk (V) - Pfoh, Kuglan

Spielbericht der 1. Männermannschaft.

VfB Empor Glauchau - VfL 05 Hohenstein Ernstthal 2:2

Im Derby gibt's keinen Sieger

Fußball Glauchau und Hohenstein-Ernstthal trennen

Keinen Sieger gab es im Kreisderby in der Fußball-Landesliga: Das Duell zwischen dem VfB Empor Glauchau und dem VfL 05 Hohenstein-Ernstthal endete am Sonntagnachmittag mit einem 2:2 (1:1)-Unentschieden. Die Gastgeber gingen zweimal durch Carsten Pfoh in Führung (21./73.). Den Gästen aus der Karl-May-Stadt gelang durch Marc Benduhn der Ausgleich (34./90.). Der zweite VfL-Treffer fiel dabei in der Schlussphase mit einem verwandelten Handstrafstoß, der aus Sicht der Hausherren in die Kategorie "zweifelhaft" fällt.

Hat der VfB Empor nach dem Spielverlauf einen Punkt gewonnen oder zwei Zähler liegen gelassen? "Bei einem Blick auf die Tabelle wird deutlich, dass wir einen Punkt gewonnen haben. Wir konnten gegen einen starken Gegner unsere beste Saisonleistung zeigen", sagte Glauchaus Trainer Mario Weiß. Dagegen haderten die Verantwortlichen der Gäste vor allem mit der schwachen Ausbeute bei den Standardsituationen. Das faire Derby (nur fünf Verwarnungen) erwies sich aber nicht als Zuschauermagnet, nur 250 Fans verfolgten die Partie auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark.

In der Tabelle nimmt das VfL-Team mit 13 Punkten den siebenten Platz ein. Dagegen rangiert Glauchau mit 8 Zählern auf dem zwölften Rang. Die Regionalvertreter bereiten sich nun auf die nächsten Aufgaben vor. Der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal muss am Sonntag (ab 15 Uhr) im Hot-Sportzentrum gegen den BSG Chemie Leipzig antreten. Die Grün-Weißen führen die Tabelle an und werden - wie schon in den letzten Jahren - von vielen Fans begleitet. Der VfB Empor Glauchau muss dagegen am Sonntag (ab 14 Uhr) auswärts beim Reichenbacher FC antreten. Der Aufsteiger rangiert an vorletzter Stelle, hat aber im Pokalwettbewerb einen Kantersieg gegen den VfB Empor gelandet.

( HoF)

Spielbericht 1. Männermannschaft

Stahl schlägt zu Beginn knallhart zu

BSG Stahl Riesa gegen VfB Empor Glauchau 5:1 (3:1).

Eine schwache Vorstellung beim neuen Spitzenreiter, BSG Stahl Riesa, hat der VfB Empor in der Nudelarena geboten. Erneut musste man in der Abwehr umstellen, dadurch klappte die Abstimmung zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht.

Das Spiel begann flott und nach drei Minuten lag der Ball bereits das erste Mal im Glauchauer Tor. Ein Missverständnis zwischen Abwehr und Torwart nutzten die Gastgeber zur Führung. Der VfB Empor brauchte einige Minuten, um das zu verkraften, kam aber zur Ausgleichschance. Carsten Pfoh legte im Strafraum den Ball quer auf Kenny Kuglan, doch die Riesaer klärten im letzten Moment (13.). Auf der anderen Seite hatte Torwart Schmidt Glück, als der Ball in ein Loch und von da an den Pfosten sprang. Beim Nachschuss war er dann chancenlos (15.). Der VfB Empor reagierte und kam nach einem Ballgewinn im Mittelfeld durch Pfoh auf 1:2 heran (20.). Danach wackelte bei einem Schuss der Riesaer die Querlatte des Glauchauer Gehäuses. Die nächste Gelegenheit nutzte Stahl durch einen Freistoß zum 3:1 (32.).

Nach der Pause zog sich Riesa zurück und ließ die Gäste spielen. Da wurde deutlich, woran es beim VfB Empor fehlt. Abwehr, Mittelfeld und Angriff standen zu weit auseinander, harmonierten nicht und nach Ballverlusten schaltete man zu zögerlich um. Jeder suchte die Fehler beim anderen, und die Konter der BSG wurden nicht im Mittelfeld unterbunden. So fielen auch beide Treffer in der zweiten Halbzeit (59./61.). Am Ende hatte Glauchau nichts mehr entgegenzusetzen und auch noch Glück, das keine weiteren Tore für Riesa fielen. (luhi)

VfB Empor Glauchau gegen FC Grimma 1:2 (1:0).

Auch im dritten Heimspiel konnte Glauchau keine Punkte holen. In der 90. Minute hat eine fragwürdige Entscheidung des Assistenten das Spiel noch gedreht. Für die Gastgeber ging es zunächst gut los. Nach weitem Einwurf von Hans Pfau und Kopfballverlängerung störte Martin Sprunk seinen Gegenspieler, der zurück passte. Der Torwart war nicht da und der Ball ging in den eigenen Kasten (3.). Auf der anderen Seite klärte Stefan Schmidt großartig per Fuß (8.). Die Chance zum 2:0 für Glauchau vereitelte der gut aufgelegte Jan Evers im Tor der Gäste. Er parierte einen Schuss von John Weise großartig zur Ecke (30.). Bis zur Pause verflachte dann das Geschehen.

Nach dem Seitenwechsel machte Grimma mehr für das Spiel, erarbeitete sich aber keine Chancen. Glauchau stand sehr tief und lauerte auf Konter. Ein schnell ausgeführter Freistoß von Marcel Tiepelt erlief Kenny Kuglan, scheiterte aber am Torwart (60.). Danach strich ein Freistoß von Eric Fischer knapp am Grimmaer Tor vorbei. Grimma machte hinten auf und hatte nach einer weiten Eingabe die Chance zum Ausgleich, aber der Ball ging knapp vorbei. In der 90. Minute wurde dann die Partie entschieden, Glauchau brachte den Ball nicht weg und der Grimmaer Stürmer zog aus 20 Metern ab. Der Ball sprang von der Querlatte ins Feld zurück und wurde geklärt. Der Assistent sah dies anders und entschied auf Tor. Nach dem Ausgleich kochten die Gemüter hoch. Nach einem Einwurf sprang der Ball einem Glauchauer gegen die Hand, was wiederum der Linienrichter anzeigte. Es gab Strafstoß. In der 92. Spielminute fiel das 2:1 für Grimma. Präsident Knut Mager haderte, dass Glauchau in drei Heimspielen noch kein eigenes Tor erzielen konnte.

VfL Pirna-Copitz 07 gegen VfB Empor Glauchau 2:3 (1:3).

Auch im dritten Auswärtsspiel konnte der VfB Empor Glauchau Punkte holen.

Bereits in der zweiten Minute spielte sich Carsten Pfoh im Strafraum der Gastgeber gekonnt an die Torauslinie und passte zurück auf den mitgelaufenen Hans Pfau, der zur Führung in das leere Tor einschob. Die Elbestädter waren geschockt und brauchten zehn Minuten, um in das Spiel zu finden. Nach der schweren Verletzung von Christian Jäger (Bruch des Oberarms) musste Glauchau wechseln und Robin Hölzel erhielt seine Chance. Hölzel wurde dann auch im Strafraum schön freigespielt und schoss mit dem ersten Ballkontakt das 2:0 (23.). Pirna agierte jetzt aggressiver und kam zum Anschlusstreffer (36.). Aber der VfB Empor stellte vier Minuten später den alten Abstand wieder her. Pfoh bediente Hölzel, der aus 18 Metern direkt und unhaltbar in das lange Eck traf. Vor der Pause hatte dann Glauchau etwas Glück, als der Ball vom Innenpfosten wieder in das Feld zurück sprang.

Nach dem Wechsel kam Pirna motiviert zurück auf das Feld und Glauchau hatte ordentlich zu tun, ein Gegentor zu verhindern. Nach einem Konter hätte Pfoh den vierten Treffer machen müssen, er vergab aber. Ein Querpass auf den mitgelaufenen Hölzel wäre eine Option gewesen. Nachdem sich dann die Gastgeber in der Glauchauer Hälfte festsetzten, fiel folgerichtig das 2:3. Ein schöner Spielzug über die gesamte Breite verwertete der Stürmer eiskalt (65.). Nun war es eine Frage der Moral bei den Glauchauern. Oft haben sie bei solch einem Spielverlauf das Feld als Verlierer verlassen. Diesmal aber nicht - die Abwehr leistete Schwerstarbeit, aber auch alle anderen Mannschaftsteile halfen mit, die drei Punkte von der Elbe zu entführen. In den Schlussminuten hatte Pirna mehrere Eckbälle, die von Torhüter Stefan Schmidt gemeistert wurden. "Wie Stefan in der Nachspielzeit seinem Team den Sieg rettete, war schon sehenswert", sagte Co-Trainer Marko

VfB Empor Glauchau gegen BSC Freiberg 0:2 (0:1).

Auch im zweiten Heimspiel sahen die treuen An- hänger eine schwache Glauchauer Mannschaft. Es fehlte an Abstimmung, Aggressivität, und der Zug zum Tor war kaum vorhanden.

Gleich zu Beginn hatten die Gäste eine Doppelchance. Beide Male klärte der Torhüter des VfB Empor, Stefan Schmidt, gedankenschnell. Auf der anderen Seite setzte Chris- tian Jäger Martin Sprunk in Szene, aber sein Schuss verfehlte das Tor. Nach 15 Minuten war das Spiel sehr ruhig geworden, Glauchau fand keine Mittel gegen die Freiberger, spielte zu ungenau und leistete sich einfachste Fehlpässe. Die Gäste konnten auch keine Akzente setzen, waren aber stets im Spiel und Zweikampf deutlich aggressiver. Nach einem Eckball von Jäger hatte John Weise die Führung auf dem Fuß, aber der Torwart klärte zweimal. Nach einem Ballverlust der Glauchauer tief in der Freiberger Hälfte ging es dann schnell. Die weite Eingabe verwertete der Stürmer der Gäste gekonnt am langen Pfosten zum 1:0 (43.). Freiberg hätte vor dem Wechsel auch noch ein weiteres Tor machen können, scheiterte aber.

Nach der Pause und einem Doppelwechsel bei Glauchau kam kurzzeitig Schwung in das Spiel. Diese Phase überstanden die Gäste allerdings und gingen wieder etwas mehr nach vorn. In der 65. Minute fiel bereits die Vorentscheidung. Freiberg spielte schön über die Außen, täuschte einen Schuss an, und der mitgelaufene Schäfer stand völlig frei vorm leeren Glauchauer Tor - 2:0 für Freiberg. Der VfB Empor war bedient und versuchte noch einmal, etwas nach vorn zu bewegen, doch Tony Thiam scheiterte aus guter Position (70.). Zum Ende des Spiels hatte noch Florian Brandt die Chance zum Anschlusstreffer. Seinen Fallrückzieher meisterte aber der BSC-Keeper. Somit blieb es bei der erneuten Niederlage der Glauchau auf eigenem Platz.

VfB Empor kassiert erstmals kein Gegentor

Fußball-Landesliga: Beim Aufsteiger Taucha holt Glauchau drei Punkte

Von Lutz Hillmann

erschienen am 31.08.2015

Glauchau. Beim Aufsteiger SG Taucha 99 kassierte der VfB Empor seit dem Aufstieg in die Landesliga erstmals kein Gegentor. Der VfB Empor gewann am Samstag mit 2:0 (1:0). Glauchau präsentierte sich in einer guten Aufstellung, die jedoch bereits nach sechs Spielminuten geändert werden musste. Toni Vogel aus der Innenverteidigung wurde in einem Zweikampf am Kopf verletzt. Er musste ausgewechselt werden.

Danach rückte Marcel Tiepelt nach hinten und der schnelle Kenny Kuglan kam ins Spiel. Die erste große Aktion im Spiel ging von Torhüter Stefan Schmidt aus. Sein weiter Pass auf Kuglan passte genau. Kuglan nahm seinen Gegenspieler aus, spielte zurück auf Tony Thiam, der am langen Pfosten Martin Sprunk sah. Sprunk hatte keine Mühe, den Ball im gegnerischen Tor zu versenken (9.). Auf der anderen Seite hatte Taucha eine Minute später einen Eckball, der per Kopf knapp am Glauchauer Tor vorbei ging.

Die Gastgeber kamen etwas besser ins Spiel, doch Glauchau stand hinten sicher. Nach einem Konter über die rechte Seite lief Sprunk sich links frei und wurde festgehalten. Keiner der Unparteiischen sah es. In der Folge hätten die Glauchauer den zweiten Treffer machen müssen, ließen aber alle sehr guten Chancen aus. Die Gastgeber hatten vor dem Wechsel nach einem Eckball auch noch eine sehr gute Möglichkeit, die aber über das Schmidt-Tor ging.

Nach der Pause machte Taucha ordentlich Druck. Glauchau verhinderte auch mit etwas Glück den Ausgleich. Die Gastgeber investierten in der Offensive sehr viel. Damit eröffneten sie dem VfB Empor aber auch Konterchancen. Eine davon klärten die Gastgeber bereits in höchster Not, als Kuglan sich gegen zwei Verteidiger durchsetzte (52.). Jetzt ging die Partie hin und her und die Gäste hatten die besseren Chancen. Nach einem Eckball von Christian Jäger köpfte nach einem Gerangel im Fünf-Meter Raum Carsten Pfoh am langen Pfosten völlig freistehend zum 0:2 ein (70.). Taucha investierte nun noch mehr, lockerte die Abwehr und war dem Anschluss in der 80. Minute nahe. Doch der Schuss ging, zum Glück für Glauchau, am langen Pfosten vorbei.

VfB Empor Glauchau gegen Kickers 94 Markkleeberg 0:2 (0:1).

In einer enttäuschenden Vorstellung im Sportpark an der Meeraner Straße haben die Glauchauer ihr erstes Heimspiel der neuen Saison in der Fußball-Landesliga gegen einen keinesfalls stärkeren Gegner verloren. Glauchau musste in der Abwehr die beiden gesperrten Tony Thiam und Marcel Tiepelt ersetzen, dafür rückten Michael Groß und Kevin Jordan in die Defensive. Tobias Rothe spielte diesmal von Anfang an.

Schon zu Beginn kamen die Gäste besser in die Partie. Nach fünf Minuten rutschte Eric Fischer aus, dadurch war der Markkleeberger Spieler frei vor Torwart Stefan Schmidt, er scheiterte zum Glück. Bereits nach 14 Minuten gingen die Gäste in Führung. Ein Schuss aus 25 Metern landete unhaltbar im Torwinkel, und die Glauchauer waren kurz geschockt. Sie versuchten dennoch mehr Druck zu machen, leisteten sich aber zu viele Abspielfehler. Die erste Chance für den VfB Empor hatte Christian Jäger I, er wurde schön frei gespielt, nach Pressing am Strafraum der Gäste zielte aber zu ungenau (25.). Kurz vor der Pause hatte Tobias Rohte noch die Möglichkeit zum Ausgleich, aber der Kickers-Torwart klärte per Fuß zur Ecke.

Nach dem Wechsel brachte Glauchau mit Christian Jäger II und Kenny Kuglan zwei neue Offensivkräfte. Dies war dem Spiel auch gleich anzumerken, die Gäste wurden nun stärker gefordert. Leider hielt diese Phase nur 15 Minuten an, und nach einem einfachen Zweikampf im Strafraum, der verloren wurde, machte Markkleeberg aus spitzen Winkel das 2:0. Nun lief wieder nichts mehr beim VfB Empor. Das Team versuchte zwar den Anschluss zu schaffen, wirkte aber zu harmlos. Auch mehrere Standards wurden leichtfertig verschenkt. Am Ende blieb es beim enttäuschenden 0:2.

Trainer Weiß konnte seine Mannschaft nicht verstehen, nach der guten kämpferischen, und vor allem spielerischen Vorstellung in Eilenburg nun dieser schlechte Auftritt.

Landesliga: FC Eilenburg gegen VfB Empor Glauchau 1:1 (0:1).

Mit einer tollen Moral hat sich der VfB Empor Glauchau zum Saisonstart einen Punkt erkämpft. Die Gäste verteidigten in der Schlussphase nach einer gelb-roten Karte gegen Tony Thiam und einer roten Karte gegen Marcel Tiepelt in doppelter Unterzahl das Remis. "Die Mannschaft hat in den letzten Minuten noch einmal alle Kräfte mobilisiert. Der Auftritt gibt Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben", sagt Co-Trainer Marko Schlimper.

Dem VfB Empor Glauchau stand bei den Nordsachsen nur ein dezimierter Kader zur Verfügung. Trotzdem gingen die Gäste in der 12. Minute in Führung. Nach einem weiten Einwurf, der verlängert wurde, verwandelte Christian Jäger clever aus fünf Metern. In der Folgezeit gab es mehr Ballbesitz für den FC Eilenburg, der sich auch einige Chancen erarbeitete. Glauchau blieb aber bei Kontern stets gefährlich. Kurz vor der Pause ging beispielsweise ein Heber von John Weise über den Kasten. In der Schlussphase rückte Schiedsrichter Lutz Rosenkranz (Plauen) in den Mittelpunkt. Er schickte erst Tony Thiam mit einer gelb-roten Karte in die Kabine (70.). "Die erste gelbe Karte gegen ihn nach fünf Minuten war ein Witz. Die zweite Verwarnung war berechtigt", sagt Schlimper.

In der 79. Minute stoppte Marcel Tiepelt einen Gegenspieler im Strafraum mit einem Foul. Der Abwehrchef sah die rote Karte. Den Strafstoß verwandelte Moritz Zeisse zum 1:1. In den letzten Minuten konnten die Gäste aus Glauchau mit drei Auswechslungen den Spielfluss des Gegners unterbinden. Dabei kamen Hans Pfau nach einer langen Verletzungspause sowie Thomas Dreiucker und Maximilian Seidemann aus dem Reserve-Team zum Einsatz.

Pokal 1. Runde

Reichenbacher FC gegen VfB Empor Glauchau 6:0 nach Verlängerung (0:0).

So ist Fußball, und der Pokal im Besonderen. Der VfB Empor bestimmte 90 Minuten lang das Geschehen und musste am Ende im Fußball-Landespokal die Segel streichen. Nach der regulären Spielzeit stand es zwischen den beiden Landesligisten 0:0.

Der Aufsteiger Reichenbach hatte in der ersten und zweiten Halbzeit keine nennenswerte Möglichkeit, die Gäste dafür gleich mehrere. Carsten Pfoh scheiteret in der 9. Minute am FC-Torwart ebenso wie in der 40.Minute. Nach der Pause wurden die Gastgeber etwas stärker, blieben aber vor dem Glauchauer Tor harmlos. Die Mannschaft von Trainer Mario Weiß dagegen vergab zahlreiche Chancen. Martin Sprunk (63.), Christian Jäger I, der den Pfosten traf (65.), und Tony Thiam (80.) hätten für den VfB Empor alles klar machen können.

So ging es in die Verlängerung. Da sahen die Zuschauer ein ganz anderes Bild: Der Reichenbacher FC übernahm das Zepter. Bereits in der 92. Minute erzielte mit einem Strafstoß die Führung. Die Glauchauer waren offenbar geschockt, innerhalb von sechs Minuten in der ersten Halbzeit der Verlängerung kassierten sie noch drei weitere Gegentreffer. Die Moral war gebrochen. Statt zu spielen und zu kämpfen, verlegten sich die Spieler auf Diskussionen und Reklamieren. Die Folge: noch zwei Gegentore (110./116.). Mannschaftsleiter Lutz Hillmann konnte kaum fassen, was geschehen war. "Bei einem Aufsteiger so unterzugehen, ist mehr als enttäuschend. Das ist ein denkbar schlechter Start in die Saison", sagte Hillmann.

VfB Empor: M. Dölz, T. Wagner, E. Fischer, M. Tiepelt, M. Groß (ab 98. F. Ludwig, K. Jordan, F. Schumann (ab 75. Chr. Jäger II, T. Thiam, M. Sprunk, Chr. Jäger I, C. Pfoh.

Freie Presse vom 3.8.2015